Sommerreifen schon drauf und Unfall auf Schnee oder Eis gebaut: Zahlt die Versicherung?

Die Werkstatt-Mitarbeiter geraten zur Zeit ins Schwitzen: Der Frühling kommt und alle möchten jetzt Ihre Winterreifen gegen Sommerreifen tauschen. Was aber geschieht, wenn Sie bei der noch wechselnden Witterung mit Ihren Sommerreifen einen Unfall bei Glätte oder Matsch bauen? Zahlt die Versicherung trotzdem?

KFZ Spree klärt auf: Normalerweise zahlen die Kfz-Versicherungen den Schaden, den Sie anderen verursacht haben, auch wenn Sie mit Sommerreifen im Winter unterwegs sind. Allerdings kann bei der Kaskoversicherung der Fall anders liegen: Hier kann geprüft werden, inwieweit ein Unfall daher rührte, dass Ihre Bereifung eine erhöhte Gefahr darstellt.

Zu beachten ist die sogenannte „situative Winterreifenpflicht”, die in Deutschland seit 2010 in Kraft ist. Sie besagt, dass bei Schnee, Eis- und Reifglätte sowie bei Schneematsch Autos Winterreifen benötigen. Dabei gibt es keine festgelegten Daten, für die Winterreifen vorgeschrieben sind. Wenn Sie bei Eis und Schnee mit Sommerreifen erwischt werden, droht außerdem ein Bußgeld – und Punkte in Flensburg! Wenn dann noch andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden, steigt das Bußgeld sogar noch.

Bauen Sie einen Unfall aufgrund mangelnder Winterbereifung, kann sich die Versicherung querstellen und die Kosten nicht übernehmen. Ungeeignete Bereifung verlängert den Bremsweg Ihres Fahrzeugs und kann so zu Unfällen führen – im schlechtesten Fall bekommen Sie im Falle eines Unfalles also eine Mitschuld. Vorsicht also bei zu frühem Umstieg von den Winter- auf die Sommerreifen.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann ist KFZ Spree gern für Sie da – kontaktieren Sie uns hier.

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